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Was Yin und Yang mit der Gesundheit zu tun haben

Yin, Yang und Gesundheit: In diesem Artikel erkläre ich dir den Zusammenhang.

August 12, 2019

Yin und Yang. Jeder von uns kennt dieses Zeichen, das schwarze und weiße Elemente in der perfekten Harmonie des Kreises vereint. Vielleicht weißt du auch, dass das Yin-Yang-Zeichen aus der chinesischen Philosophie stammt. Aber was haben Yin und Yang mit TCM und mit unserer Gesundheit zu tun?

Dao: der Weg zum Ursprung

Begeben wir uns zuerst auf die Reise zurück zum Ursprung. Die Idee des Yin und Yang stammt aus der Philosophie des Daoismus. Diese philosophische Weltanschauung hat ihre Wurzeln im China des 4. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung. Möglicherweise ist sie sogar noch älter.

„Dao“ bedeutet in der chinesischen Philosophie so viel wie „Weg“, „Methode“ oder „Prinzip“. Im weiteren Sinne wird darunter das kosmische Gesetz verstanden. Alles, was wir auf dieser Welt, im Kosmos und im Universum vorfinden, entstand und entsteht aus dem Dao. Auf der materiellen Ebene lässt sich das Dao vielleicht sogar mit dem Urknall und der Ausdehnung des Universums in Verbindung setzen.

Yin, Yang und Gesundheit: Alles entsteht aus dem Dao.

Urknall: Alles entsteht und entstand aus dem Dao. (Bild von Gert Altmann auf Pixabay)

Gegensätze, die sich vereinen

Ohne Helligkeit gibt es kein Dunkel und ohne Licht gibt es keinen Schatten. In unserer Welt kommt die schöpferische Kraft als Zweiheit zum Ausdruck. Alles manifestiert sich in (scheinbaren) Gegensätzen – wie groß und klein, männlich und weiblich, aktiv und passiv oder schwer und leicht, um ein paar Beispiele zu nennen.

Aus den Wechselspielen dieser Gegensätze ist unsere gesamte Welt aufgebaut. Genau diese Idee bringt das Zeichen von Yin und Yang zum Ausdruck. Es handelt sich dabei um die berühmten zwei Seiten einer Medaille. Die Gegensätze von schwarz und weiß vereinigen sich zu einem harmonischen Kreis – dem Dao.

Yin steht dabei für das Dunkle, die Nacht, den femininen Aspekt, Introvertiertheit, Kontraktion, Kälte, Feuchtigkeit, das Chronische oder den Mond. Yang verkörpert Helligkeit, den Tag, den maskulinen Aspekt, Extrovertiertheit, Expansion, Wärme, Trockenheit, das Akute oder auch die Sonne.

Alles ist miteinander verbunden

Ein Element kann nicht ohne das andere existieren, denn alles ist mit allem verbunden. Wenn wir z.B. nicht wissen, wie sich Helligkeit anfühlt, dann kennen wir auch kein Dunkel. Deshalb wirft jedes Licht auch einen Schatten und nur wenn es Schatten gibt, kann man Licht erkennen. Ganz egal, in welcher Situation wir uns befinden oder was wir gerade wahrnehmen: In jedem Zustand findet sich der Ansatz seines Gegenpols.

Im Zeichen von Yin und Yang ist die dynamische Abhängigkeit der Gegensätze mit den beiden kleinen Punkten dargestellt. In jedem der beiden geschwungenen Elemente befindet sich ein Punkt der gegensätzlichen Farbe.

Yin, Yang und unsere Gesundheit

Alles klar, doch bestimmt fragst du dich jetzt: Was hat das nun mit meiner Gesundheit zu tun?

Nun, die alten Chinesen sind der Ansicht, dass ein Mensch nur dann gesund ist, wenn alles in Harmonie und in Balance ist. Damit sind sowohl materielle Aspekte unserer Selbst gemeint, als auch Feinstoffliches.  Insgesamt sprechen wir also von dem, was wir gerne unter Körper, Geist und Seele zusammenfassen.

Wenn Yin und Yang bzw. Körper, Geist und Seele im Einklang sind, ist alles harmonisch. Dann fühlen wir uns gesund, agil, fit und entspannt. Wird ein Element zu stark oder zu schwach, entsteht eine Disharmonie und unser gesamtes System ist nicht mehr in Balance.

Yin, Yang und Gesundheit: Herrscht ein Ungleichgewicht, kann dies zu Krankheit führen.

Dissonanzen und Ungleichgewichte führen nach den Ideen der Traditionellen Chinesischen Medizin zu Krankheit.

Gesundes Yin – gesundes Yang

Ein gesundes Yin zu haben bedeutet, dass wir Substanz und Lebenssaft besitzen. In der TCM kontrolliert Yin die Körpersäfte, wie z.B. unser Blut. Es sorgt dafür, dass wir uns gut entspannen und erholen können. Deshalb kontrolliert Yin nicht nur den guten Schlaf, sondern ist auch für starke Nerven zuständig. Yin kühlt den Körper. Gelassenheit, Ausgeglichenheit und Geduld sind drei seiner wesentlichen Eigenschaften. Ein gesundes Yin äußert sich in kräftigen Knochen und Zähnen, strahlenden Augen, glänzenden Haaren und gesund-rötlichen Lippen und Wangen.

Ein gesundes Yang äußert sich in Lebenskraft und Energie. Seine Eigenschaften sind u.a. Dynamik, Klarheit oder Leistungsstärke. Yang sorgt dafür, dass unsere Verdauung, sowie das Immunsystem gut funktionieren. Es ist der Motor, der uns im Leben vorantreibt, und verleiht uns Willenskraft und Motivation, um in Aktion zu treten. Energie (Qi) und Wärme sind beides Aspekte des Yang.

Yin, Yang und Ernährung

Es ist unser Ziel, dass wir selbst in uns und mit unserer Umwelt in Einklang bleiben. Ernährung spielt dabei – neben weiteren Aspekten der TCM – eine wesentliche Rolle. Nicht umsonst sagen wir: „Du bist, was du isst.“

Mahlzeiten sind das Schmieröl unseres Körpers. Jede Art von „Öl“, welche wir unserem Körper in Form von Nahrung zuführen, hat einen Einfluss auf das Funktionieren unseres „Motors“ – also des Körpers und allem, was uns ausmacht. Die Beschaffenheit unserer Nahrung sorgt also mit dafür, dass unser System entweder besser oder schlechter „läuft“.

Yin, Yang und die Gesundheit. Wenn wir uns dem Wechselspiel von Yin und Yang bewusst sind und über die Auswirkung verschiedener Nahrungsmittel Bescheid wissen, können wir bestehende Ungleichgewichte ausbalancieren. Damit unterstützen wir Körper, Geist und Seele bei der Vorbeugung und Heilung von Krankheiten.

Auf meinem Blog findest du Rezepte, die nach den Prinzipien der TCM-Ernährungslehre aufgebaut sind. Du hast Fragen zur Traditionellen Chinesischen Medizin? Dann schreib mir!